1862
Ostern 1862 fanden sich vier sangesfreudige Männer aus Dittersbach und Dürrröhrsdorf zu einem Quartettgesang in der Dittersbacher Kirche zusammen. Bald darauf erfolgte die Gründung des Chores unter dem Namen "Gesangverein zu Dittersbach".

1885
Ab 1885 trug der Chor den Namen "Gesangverein Dürrröhrsdorf-Dittersbach". Die Singestunden wurden abwechselnd in Dittersbach und Dürrröhrsdorf gehalten.
Im Jahre 1893 wurde das "Erbgericht" in Dürrröhrsdorf das Vereinslokal. Der Chor trug seitdem die Bezeichnung "Männergesangverein Dürrröhrsdorf".
19 Jahre nach seiner Gründung im Jahre 1881, machte der Verein seine erste Krise durch. Der damalige Liedermeister, Kantor Silze, war wie es heißt, amtsmüde geworden und die vorgeschriebene Jahresversammlung blieb aus. Einige Mitglieder und der Vorstand trugen sich mit dem Gedanken, den Verein aufzulösen, das Eigentum zu veräußern und den Erlös älteren Mitgliedern zu überlassen. Auf Initiative von vier Sängern und dem späteren Vorstand Gustav Vetter wurde die Hauptversammlung doch noch einberufen. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Den Verein konnte man für damalige Verhältnisse als wohlhabend bezeichnen. So ist urkundlich belegt, daß er im Jahre 1890 ein Harmonium im Werte von 150 Mark für die Schule in Dittersbach stiftete und für die durch Hochwasser in Not geratenen Menschen in Norddeutschland ca. 130 Mark spendete.

1897
1897 trat die Elbe weit über ihre Ufer und löste verheerende überschwemmungen aus, der Chor spendete abermals den Betroffenen 200 Mark.
Anläßlich des "Goldenen Jubiläums" 1912 wurde die Vereinsfahne eingeweiht. Damals hatte der Verein drei Ehrenmitglieder, 36 singende und 98 passive, also insgesamt 137 Mitglieder.
Die Jahre des ersten Weltkrieges waren auch für den Männgergesangverein Dürrröhrsdorf harte Jahre. der größte Teil der aktiven Sänger wurde zu den Soldaten eingezogen und nicht alle kehrten wieder aus dem Krieg zurück.

1919
Ab 1919 ging es mit dem Verein wieder aufwärts. So besuchten 1921 bis zu 40 Sänger wieder die Singestunde, die seit der Gründung des Vereines und auch heute noch Dienstags stattfindet.
Der jährliche Höhepunkt im Vereinsleben war ab 1930 die Aufführung einer Operette oder eines Singespiels und war für die Einwohner von Dittersbach und Dürrröhrsdorf ein großes kulturelles Ereignis. Ab 1939 hinterließen wieder die Schatten des Krieges ihre Spuren. Die aktiven Mitglieder wurden von Monat zu Monat weniger. Am 2. Januar tragen sich dann fünf Sänger zum letzten Mal vor Kriegsende im Vereinslokal.
Bereits am 11. Juni 1945 erwachte der Verein von Neuem. Zehn Sänger führten die erste Singestunde durch. Der größte Teil der Sänger aber kehrte aus diesem Krieg nicht zurück.

1946
Es war auch kein Nachwuchs vorhanden, so daß keine Entwicklungsmöglichkeiten gegeben waren. So entschloß man sich, auch dem Wunsche vieler Frauen folgend, einen gemischten Chor zu gründen. Am 5. März waren dann zwölf Frauen zur ersten gemeinsamen Singestunde anwesend. Seit diesem Tage führte der Chor den Namen "Volkschor Dürrröhrsdorf".

1965
1962
Mit Höhen und Tiefen in der Chorarbeit steuerte der Verein im Jahre 1962 dem 100-jährigen Jubiläum entgegen. Der Chor zählte derzeit 26 Sänger, 26 Sängerinnen und 103 passive Mitglieder.
Im Jahre 1965 bekam der Chor durch die Ernennung der jungen Liedermeisterin Iris Ebert einen neuen Aufschwung.

Der Gesangverein in den 70ern
1970
Im Jahre 1970 nahm der Chor erstmalig gemeinsam mit dem gemischten Chor Stürza am Sängerwettstreit in Neustadt teil.
Eine vorübergehende Kritische Phase durch Abgänge wurde durch die Neugewinnung von Sänger(innen) Mitte der 70er Jahre kompensiert und ab dieser Zeit ist eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Im Jahre 1976 erfolgte die Amtsübergabe des Vorstandsvorsitzenden Rudi Wehder an seinen Nachfolger Wolfgang Mai.
1980
1980 bekam der Verein die Medaille "Ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv" verliehen.
Durch Eingeninitiative und finanzielle Unterstützung des Rates der Gemeinde Dürrröhrsdorf war es möglich, auch für die Sänger eine einheitliche Kleidung anfertigen zu lassen.

Vereinsfahne die 1994 neu "geweiht" wurde
1990
Die Deutsche Einheit brachte für den Chor viele neue interessante Aufgaben. Es wurden viele neue Freundschaften geschlossen, z.B. mit dem Männergesangverein der Partnergemeinde Freudenberg oder dem Chor "Frisch auf Wülfer" aus Bad Salzuflen im Juni 1991.
Aufgrund der herzlichen Freundschaft zwischen den Chören, freute man sich, den gesamten Chor aus Bad Salzuflen als auch eine Delegation des Männerchores aus Freudenberg zum 130jährigen Jubiläum begrüßen zu dürfen.
Im Juni 1991 wurde der "Volkschor Dürrröhrsdorf" in "Gesangverein Dürrröhrsdorf gegr. 1862 e.V." umbenannt.

1995
1995 wurde dem Gesangverein in der Turnhalle Dürrröhrsdorf eine hohe Anerkennung von öffentlicher Seite ausgesprochen, er erhielt vom Bundespräsidenten die berühmte Zelter-Plakette.
Iris Ebert beging ihr Jubiläum für ihr 30jähriges Amt der Liedermeisterin.
Ein Höhepunkt des Jahres war auch das Chortreffen mit dem Chor aus Bad Salzuflen in Thüringen mit Konzerten am Kyffhäuser-Denkmal und im Erfurter Dom.
1997 besuchte der Gesangverein Dürrröhrsdorf den befreundeten Chor in Obersontheim und beide gaben in Obersontheim ein Konzert.
1997
Weiterhin wurden alle Gelegenheiten genutzt, um sich mit den befreundeten Chören zu treffen, sei es bei der 750-Jahr-Feier von Dürrröhrsdorf oder bei anderen Ereignissen.

Vor dem Petersdom in Rom
2000
Im Jahr des Jahrtausendwechsels trat der Gesangverein im Oktober seine lang vorbereitete Konzertreise nach Rom an.
Gewaltige Eindrücke verblieben bei den Sängerinnen und Sängern, nachdem sie im berühmten Petersdom und zur Heiligen Messe des Papstes auf dem Petersplatz ihre sängerischen Qualitäten unter Beweis gestellt hatten.

Wir und unsere Gäste zum 140.
2002
Im Jahre 2002 beging der Gesangverein Dürrrröhrsdorf sein
140-jähriges Jubiläum.
Zusammen mit dem Frauenchor Wülfer, den Stürzaer Heimatsängern dem Posaunenchor Dittersbach sowie dem Kinder- und Jungendchor des Gesangvereines wurde dieses Ereignis mit einem Festkonzert gefeiert.